Langener Wissenschaftspreisträgerin 2019: Prof. Daniela Krause vom GSH erforscht das Mikromilieu des Knochenmarks als Angriffspunkt für neue Therapien gegen Blutkrebs

Am Freitag, 15. November 2019, erhielt Prof. Daniela Krause im Paul-Ehrlich-Institut den Langener Wissenschaftspreis für Ihre Arbeit zu „Home is where the bone is – Das Knochenmark als innovativer Therapieansatz bei der Blutbildung“. Den Preis übergab Ministerialdirigent Dr. Lars-Christoph Nickel, Bundesministerium für Gesundheit (BMG). "Mit dem Langener Wissenschaftspreis werden Forscherinnen und Forscher geehrt, die sich mit hohem Engagement dem medizinischen Fortschritt verschrieben haben", sagte Dr. Nickel. "Wir freuen uns, mit Prof. Daniela Krause eine Wissenschaftlerin auszuzeichnen, die innovative Therapieansätze erforscht und deren schnelle Erprobung in klinischen Prüfungen maßgeblich vorbereitet", ergänzte Prof. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. „Ich fühle mich sehr geehrt und nehme den Preis dankend im Namen unserer gesamten Arbeitsgruppe an. Jede neue Therapiestrategie ist von Zweifel und Rückschritten begleitet. Dieser Preis, vor allem vom Paul-Ehrlich-Institut, ist deshalb so wichtig, weil er uns zu erkennen zu geben scheint, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Prof. Daniela Krause.

Dr. Lisa Sevenich erhält den Forschungspreis 2019 der Beug Stiftung für Metastasierungsforschung

Die Beug Stiftung zeichnet drei Wissenschaftler für neue Initiativen im Bereich der Metastasierungsforschung aus. In diesem Jahr geht einer der Forschungspreise an Dr. Lisa Sevenich für ihre Arbeiten an der Erforschung von T-Zellantworten in Hirnmetastasen. “Ich fühle mich sehr durch diese Auszeichnung geehrt. Die Förderung durch die Beug Stiftung ermöglicht uns die Untersuchung neuartiger Aspekte der komplexen Wechselwirkungen zwischen Tumorzellen und Immunzellen in der immunologisch einzigartigen Gewebsumgebung des Gehirns”, sagt Dr. Lisa Sevenich.

Dr. Lisa Sevenich leitet seit August 2015 eine Max-Eder-Nachwuchsgruppe am Georg-Speyer-Haus. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Aufklärung der Rolle der Tumormikroumgebung in Hirnmetastasen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Erforschung der biologischen Grundlagen, die es Tumorzellen erlauben, körpereigene Abwehrmechanismen zu hemmen oder diese gar in tumor-fördernde Funktionen umzuwandeln. Das langfristige Ziel besteht darin, neue Therapieansätze zu entwickeln, die organ-spezifische Therapieresistenzen überwinden und eine gezielte Abtötung von hirnmetastasierenden Tumorzellen durch Reaktivierung der körpereigenen Immunantwort ermöglichen. 

Die Beug Stiftung vergibt seit 2013 jedes zweite Jahr einen Forschungspreis und unterstützt dabei gezielt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Erforschung der biologischen Grundlagen der Metastasierung. Die Förderung soll dazu beitragen, neuartige und originelle Ansätze auf dem Gebiet der Metastasenforschung voranzutreiben. Die diesjährige Preisverleihung fand während der EACR Konferenz “Seed and Soil: Mechanisms of Metastasis” in Berlin statt. Weitere Informationen unter: https://www.beugstiftung-metastase.de

Verlängerung der DFG-Forschungsgruppe zu Darmkrebs

Die Forschungsgruppe „Cell Plasticity in Colorectal Carcinogenesis” unter Sprecher Florian Greten ist um weitere drei Jahre verlängert worden.

Darmkrebs ist unter den Krebserkrankungen von Männern und Frauen die zweithäufigste Todesursache. Obwohl es Fortschritte in der Diagnose gibt, hat die Therapie bei Patienten mit Metastasen in den vergangenen 60 Jahren nur bei einigen wenigen Patienten Erfolge zu verzeichnen. Die Gruppe um Prof. Florian Greten, Direktor des Georg-Speyer-Hauses und Sprecher des LOEWE-Zentrums „Frankfurt Cancer Institute“, untersucht schon seit einigen Jahren den Zusammenhang zwischen entzündlichen Prozessen und dem Wachstum von Tumoren. Dies ist auch das Thema der Forschungsgruppe, die nun in die zweite Förderperiode geht.

„Angesichts der Tatsache, dass Patienten mit einem kolorektalen Karzinom nicht ausreichend auf Therapien ansprechen, die auf die selektive Abtötung von Krebszellen zielen, sind wir überzeugt, dass es zielführender ist, das lokale Immunsystems um den Tumor herum zu beeinflussen“, erklärt Greten. Eine wichtige Bedingung für die Entwicklung entsprechender Elemente besteht darin, die komplexen Signalwege in der Mikroumgebung des Tumors zu entschlüsseln.

Die Forschungsgruppe geht diese Aufgabe in sieben Teilprojekten nach. Die Mitglieder gehören verschiedenen Universitäten an, die entweder dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung, DKTK, oder einem Onkologischen Spitzenzentrum angehören.

 

 

Dr. Lisa Sevenich erhält renommiertes Max-Eder-Stipendium der Deutschen Krebshilfe

Dr. Lisa Sevenich erhält zum Aufbau einer Nachwuchsgruppe am Georg-Speyer-Haus ein renommiertes Max-Eder-Stipendium der Deutschen Krebshilfe. Mit dem Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogramm unterstützt die Deutsche Krebshilfe... [mehr]


Dr. Hind Medyouf Joins the AcademiaNet-Expert Database for Outstanding Female Academics

The Georg-Speyer-Haus is delighted to announce that Dr. Hind Medyouf has been invited, upon nomination by the European Research Council, to join the AcademiaNet experts network, which highlights the outstanding academic... [mehr]


Dr. Daniela Krause erhält Ruf auf W2-Professur am LOEWE- Zentrum für Zell- und Gentherapie

Dr. Daniela Krause ist mit Wirkung zum 16.10.2015 auf eine W2-Professur für Zell- und Gentherapie im Rahmen des LOEWE-Zentrums für Zell- und Gentherapie am Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität mit Sitz am... [mehr]


Prof. Dr. Florian Greten in den "Hinterzartener Kreis der DFG für Krebsforschung" berufen

Das Fachkollegium Medizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat Professor Dr. Florian Greten als neues Mitglied in den "Hinterzartener Kreis der DFG für Krebsforschung" berufen. Er ist Nachfolger von Frau Professor Dr. Brisken,... [mehr]


Dr. Lisa Sevenich leitet ab 1. Juli 2015 Nachwuchsgruppe am Georg-Speyer-Haus

Dr. Lisa Sevenichs neue Gruppe am Georg-Speyer-Haus wird sich mit der Rolle der Tumor-Mikroumgebung, des sogenannten Tumor-Microenviroments, bei Hirnmetastasen beschäftigen. Hirnmetastasen sind Absiedelungen von Krebserkrankungen... [mehr]


Methode zur Abschätzung des pandemischen Risikos von Vogelgrippeviren entwickelt

Hochpathogene Vogelgrippeviren des Typs H5N1 wurden bislang nur vereinzelt auf Menschen übertragen, führten dann aber zu einer Sterblichkeitsrate von ca. 60%. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass H5N1 Varianten in bestimmten... [mehr]


Wichtiges Molekül für die Selbsterneuerung von Blutstammzellen entdeckt

Blutstammzellen stellen die einzige lebenslange Quelle für täglich Milliarden neuer Blutzellen in unserem Körper dar. Allerdings ist ihre Anzahl sehr gering, und der Erhalt dieser Stammzellen durch ihre Selbsterneuerungsfähigkeit... [mehr]