13.05.2015

Bürgervorlesung "Krebs – Was kann ich selbst tun?"

Die Veranstaltung informiert mit vier allgemein verständlichen Vorträgen darüber, was Patienten während ihrer Krebstherapie hilft und was sie zur Steigerung ihres Wohlbefindens tun können. Die anschließende Diskussionsrunde bietet den Gästen der Veranstaltung die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme am Gespräch.
Die Veranstaltung findet im Hörsaal des Georg-Speyer-Hauses statt. Beginn ist 18Uhr, voraussichtliches Ende um 20Uhr.

Zum Hintergrund
Die Diagnose Krebs verursacht bei betroffenen Patienten und ihren Angehörigen in der Regel Ängste und Sorgen, die sich auf die anstehende Behandlung, die damit verbundenen Veränderungen des täglichen Lebens und familiären Zusammenseins und auf die Zukunft beziehen. Trotz der vielfach verbesserten Behandlungschancen fast aller Krebserkrankungen betrachten viele Patienten die Krebsdiagnose noch immer als Todesurteil.
Verbunden mit den psychischen Belastungen der Diagnose und den körperlichen Einschränkungen und Veränderungen im Zusammenhang mit der Krebstherapie schwankt bei vielen Patienten das Vertrauen in die eigene körperliche und seelische Leistungsfähigkeit. Nicht selten entwickelt sich eine Tendenz zur Isolation oder die Entwicklung einer depressiven Haltung.
Körperliche Bewegung und Sport – auf den ersten Blick ein Widerspruch zur neu diagnostizierten Krebserkrankung und zur zum Teil nebenwirkunsträchtigen Krebstherapie – sind in besonderer Weise geeignet die Belastungen einer Krebserkrankung zu mildern, die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern und eine wesentlich verbesserte Lebensqualität trotz Krankheit und Therapie zu erlangen.
Über die geeignete Sportart und die richtige Trainingsintensität wurde in den letzten Jahren viel diskutiert. In einem Forschungsnetzwerk wurden an verschiedenen deutschen onkologischen Zentren Erfahrungen gesammelt und Daten erfasst, so dass heute konkrete Empfehlungen für jeden einzelnen Patienten gegeben werden können.

Von anderer Seite hat sich die psychoonkologische Begleitung betroffener Patienten und ihrer Angehörigen in den letzten Jahren als wichtiger Bestandteil jeder Krebstherapie etabliert. Auch im Zusammenhang mit anderen unterstützenden Maßnahmen wie Sport- und Kunsttherapie wirkt die psychoonkologische Intervention verstärkend auf deren positive Effekte. Sie sind heute grundlegender Bestandteil einer jeden Krebstherapie.
Die aktuelle Veranstaltung greift den Wunsch vieler Patienten auf, selbst aktiv zu werden, um das Wohlbefinden zu steigern und den Heilungsverlauf zu begünstigen. Wir wollen Ihnen neben nützlichen Hintergrundinformationen praktische Hilfe und konkrete Betätigungsmöglichkeiten vorstellen.


Die Experten
Prof. Dr. Elke Jäger
Chefärztin der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Krankenhaus Nordwest Frankfurt und Vorstand der Stiftung Leben mit Krebs
Dr. Wiebke Jensen
Klinik für Onkologie, Hämatologie, KMT mit Sektion Pneumologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Priv.-Doz. Dr. Freerk T. Baumann
Leiter AG "Bewegung, Sport und Krebs" an der Deutschen Sporthochschule Köln
Dr. Bianca Senf
Leiterin der Psychoonkologie am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT), Universitätsklinikum Frankfurt
Prof. Dr. Joachim Koch
Diplom-Biologe, Leiter der biomedizinischen Arbeitsgruppe NK Zellbiologie am
Georg-Speyer-Haus


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Joachim Koch
Telefon 069 / 633 95 - 322
joachim.koch@gsh.uni-frankfurt.de
www.georg-speyer-haus.de
www.uct-frankfurt.de

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