• PD Dr. Melek Canan Arkan


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    arkan@med.uni-frankfurt.de

     
     

    Fettleibigkeit ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Krebs. Obwohl Veränderungen in entzündlichen und bioenergetischen Wegen als Ursache von Krebs aufgrund übermäßiger Gewichtszunahme bekannt sind, gibt es inzwischen genügend Belege die andeuten, dass die Progression der Krankheit mehr mit der Nahrung selbst zu tun hat als mit erhöhter Fettleibigkeit an sich.
    Die Ernährung wird durch viele verschiedene Faktoren wie Kultur, Ernährungswissen, Preis, Verfügbarkeit, Geschmack und Bequemlichkeit geprägt. Mit unserem derzeitigen Wissen über die Bedeutung der gegenseitigen Wechselwirkung zwischen Wirt und Umweltfaktoren bei der Etablierung einer Mikrobiota, die die Karzinogenese begünstigt, ist die Nahrungsauswahl kritisch. Angesichts der  Verschiebungen in der Landwirtschaft und Veränderungen der Kulturpflanzen, kann die Nahrung eine entscheidende Rolle bei der Verschlechterung der Krankheit spielen.
    Unser Labor konzentriert sich darauf, wie sich die Veränderung der Ernährung auf molekularer und zellulärer Ebene auswirkt und zu Krebsinitiierung und Progression beitragen kann. Wir wollen erforschen, wie sich entzündliche Zellen bei der Fortschreitung von Krankheiten verhalten, welche Art von metabolischen Störungen im Wirt- und Tumor-Energiestoffwechsel stattfinden, ob veränderte posttranslationale Modifikationen eine ursächliche Rolle spielen oder erst durch die Erkrankung entstehen und ob/wie die Mikrobiota an diesen Prozessen beteiligt ist.
    Sobald in Erfahrung gebracht, wäre der nächste Schritt der direkte Eingriff in diese Prozesse um die Entwicklung therapeutischer Interventionen zu testen. Unser Ziel ist die direkte Übersetzung unserer Studien in die Klinik.

    Die Arbeitsgruppe Arkan gehört zum Institut für Biochemie II der Medizinischen Fakultät der Goethe Universität Frankfurt.
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