Dr. Daniela Krause erhält Ruf auf W2-Professur am LOEWE- Zentrum für Zell- und Gentherapie


Dr. Daniela Krause ist mit Wirkung zum 16.10.2015 auf eine W2-Professur für Zell- und Gentherapie im Rahmen des LOEWE-Zentrums für Zell- und Gentherapie am Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität mit Sitz am Georg-Speyer-Haus berufen worden. Diese Forschungsprofessur ermöglicht ihr die Fortsetzung der von ihr an der Harvard Universität initiierten Arbeiten zur Rolle des Knochenmarksmikromilieus bei der normalen Hämatopoiese und den Leukämien und zur möglichen Therapie dieser Knochenmarksnische zur Verbesserung der bestehenden Behandlungsmöglichkeiten bei Leukämie.

Dies ist ein vollkommen neuer Therapieansatz, denn traditionell haben sich Krebstherapien immer gezielt auf die Krebszellen gerichtet, aber Krebsstammzellen, die zum Rückfall der Krebserkrankung führen können, werden oft nicht vernichtet. Zum einen beschäftigt sich daher die Forschungsgruppe Krause mit der Erforschung der Interaktion von normalen blutbildenden Stammzellen oder leukämischen Stammzellen mit den Elementen in der Knochenmarksnische wie den knochenbildenden, den gefässformierenden und den bindegewebebildenden Zellen und der extrazellulären Matrix. Zum anderen ist der Fokus auf die direkte therapeutische Unterbindung dieser Interaktionen gelegt, um das Überleben der Krebsstammzellen in der Knochenmarksnische zu verhindern. In Kollaboration mit der Medizinischen Klinik für Hämatologie/Onkologie der Goethe-Universität wird basierend auf diesen Vorarbeiten derzeit solch eine erste klinische Studie initiiert.