Verlängerung der DFG-Forschungsgruppe zu Darmkrebs


Die Forschungsgruppe „Cell Plasticity in Colorectal Carcinogenesis” unter Sprecher Florian Greten ist um weitere drei Jahre verlängert worden.

Darmkrebs ist unter den Krebserkrankungen von Männern und Frauen die zweithäufigste Todesursache. Obwohl es Fortschritte in der Diagnose gibt, hat die Therapie bei Patienten mit Metastasen in den vergangenen 60 Jahren nur bei einigen wenigen Patienten Erfolge zu verzeichnen. Die Gruppe um Prof. Florian Greten, Direktor des Georg-Speyer-Hauses und Sprecher des LOEWE-Zentrums „Frankfurt Cancer Institute“, untersucht schon seit einigen Jahren den Zusammenhang zwischen entzündlichen Prozessen und dem Wachstum von Tumoren. Dies ist auch das Thema der Forschungsgruppe, die nun in die zweite Förderperiode geht.

„Angesichts der Tatsache, dass Patienten mit einem kolorektalen Karzinom nicht ausreichend auf Therapien ansprechen, die auf die selektive Abtötung von Krebszellen zielen, sind wir überzeugt, dass es zielführender ist, das lokale Immunsystems um den Tumor herum zu beeinflussen“, erklärt Greten. Eine wichtige Bedingung für die Entwicklung entsprechender Elemente besteht darin, die komplexen Signalwege in der Mikroumgebung des Tumors zu entschlüsseln.

Die Forschungsgruppe geht diese Aufgabe in sieben Teilprojekten nach. Die Mitglieder gehören verschiedenen Universitäten an, die entweder dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung, DKTK, oder einem Onkologischen Spitzenzentrum angehören.